Am Mittwoch, den 12.07.17 besuchten die beiden Wirtschaftskurse der Q11 zusammen mit ihrer Lehrkraft Herrn Dittrich den Nürnberger Flughafen und erhaschten Einblicke hinter die Kulissen.

Nachdem die SchülerInnen die Sicherheitskontrolle für das Personal durchlaufen hatten, wurden sie in Zehnergrüppchen zu einem bereitstehenden Bus gebracht, der nur für den Flughafen zugelassen ist. Mit einem Flugbegleiter beobachteten sie den Start und die Landung von verschiedenen Flugzeugen aus nächster Nähe und erhielten detaillierte Informationen zu den verschiedenen Flugzeugmodellen, Berufsfeldern, Sicherheitsvorkehrungen und Airlines. Noch bis vor wenigen Jahren hatte sich der Flughafen hauptsächlich auf eine Fluggesellschaft fokussiert, wodurch er zu abhängig von den Konjunkturschwankungen des Unternehmens war.

Aber nun fliegen am Nürnberger Flughafen, der über 4500 Angestellte beschäftigt, die verschiedensten Flugzeuge (inklusive Privatjets) von mehr als 30 Airlines.

Die zwei außergewöhnlichsten „Mitarbeiter“ dürften wohl mit Sicherheit die zwei Falken sein, die vom Flughafenpersonal gefüttert werden, um Singvögel vom Gelände, besonders von der Start- und Landebahn, fernzuhalten. Neben den zwei Falken wird das Gebiet auch von 60.000 Bienen bewohnt, mit deren Honig die Qualität der Luft jährlich mit zufriedenstellenden Ergebnissen geprüft wird.

Daneben wurde uns noch eine Ausgleichsfläche geschildert, in deren Tümpeln sich sogar schon Biber ansiedelten.

Unter ökonomischem Aspekt  wurde uns bewusst, dass der gnadenlose Wettbewerb eine harte Kalkulation erforderlich macht, worunter oftmals die Löhne leiden müssen. Piloten werden äußerst unterschiedlich bezahlt. Dies geht soweit, dass die Entlohnung mancher Piloten bei den Billigairlines oft nahe am Mindestlohn liegt.

Ganz andere Einkommen müssen die Eigentümer der Privatjets, die uns zum Schluss vorgeführt wurden, haben. An der Spitze einer von unserem Guide als "dekadent" bezeichneten Entwicklung stehen zwei russische Oligarchen, deren extra gebauter Hangar demnächst eine private Boeing 737 und einen privaten Airbus aufnehmen wird. Der unermessliche Reichtum vieler Privatleute ist hier mit Händen zu greifen. Im Gegensatz dazu bewegen Gepäckarbeiter Tag für Tag Tonnen von Gepäck zum Mindestlohn. So wird der Flughafenbesuch zu einem Erlebnis, das uns die ökonomischen Realitäten beispielhaft vor Augen führt.

Diese Fakten und der immense Kerosin- und Flächenverbrauch lassen uns SchülerInnen, trotz der angepriesenen Umweltschutzmaßnahmen, nachdenklich aber definitiv mit viel neuem Wissen ausgestattet nach Hause fahren.

Khadija Yawa und Veronika Martini

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