P-Seminar Kunst Figurentheater Q11( Petra v.Stromberg) // Wahlprofilfach Theater Q11/Q12 (Katharina Gänßbauer)

Figurentheaterfestival Mai 2015 - „So sind wir und ganz anders“

„Gerne wäre ich ein Pinguin.“
„Ich bin hübsch – vielleicht.“
„Ich komme immer zu spät, aber vielleicht bin das ja auch ich.“
„Ich frage mich oft, ob ich anders bin oder die anderen.“
„Manchmal hab ich Kopfweh, weil alles nur aus Schule besteht.“

Solche oder so ähnliche Gedanken standen am Beginn einer gemeinsamen Arbeit:

Das P-Seminar Kunst, Q11, von Frau von Stromberg und das Profilfach Theater von Frau Gänßbauer, Q11 und Q12, hatten sich zur Durchführung eines Gemeinschaftsprojektes zum Thema „Alles, was ich bin“ entschlossen. Ja, wer ist man und wie viele? Dieser Frage von existenzieller Bedeutung gingen wir gemeinsam nach. Wir horchten in uns hinein, wer da drin war, mit wem wir es bei der Begegnung mit uns selbst eigentlich zu tun hatten.

Nach einer Einführung in die Entwicklung des Bühnenbildes stellten die Schüler des P-Seminars große Puppenköpfe aus Pappmaché her, die eine besondere Stimmung ausdrücken sollen. Die Guckkästen des Kunstkurses gestatteten einen ersten Einblick, wie individuelle Wunschorte aussehen könnten.

In der Theatergruppe stießen wir auch auf das, was man gerne ausblendet, wenn man einen Blick in die eigenen Untiefen wagt.
Es gab viele wertvolle Ideen, die noch an Form gewinnen wollten. Dabei half uns der erfahrene Theatermacher Christian Schidlowsky. Im Frühjahr 2015 fanden regelmäßig Workshops statt, bei denen beide Gruppen angeleitet wurden. Das Zusammenwerfen der verschiedenen Ansätze und Ideen aus den beiden Kursen führte in den ersten Workshops bereits zu wunderbaren Bildern.
Nachdem wir uns gefragt hatten, was Identität etabliert und auch lustvoll mit Bestimmungen wie Gender, Alter, Umgang und Persönlichkeit gearbeitet hatten, blieb für uns die Frage der Beziehung zwischen Mensch und Figur die zentrale. Es waren zwei Gruppen aus unterschiedlichen Kunstbereichen zusammen gekommen, um sich abzutasten, sich voneinander abzugrenzen, aber auch, um zusammenzuwachsen. Was für ein Abenteuer! Die Figuren wurden im Verlauf der Arbeit zu Teilen des eigenen Selbst.

Beim gemeinsamen Erarbeiten eines Stückes zum übergeordneten Thema „Alles was ich bin“ wurden die Schüler beider Kurse für das Figurentheater sensibilisiert, entdeckten neue Ausdrucksmöglichkeiten, erwarben Gestaltungskompetenzen, erarbeiteten ( auch non-verbale) Erzählungen, erhielten Einblick in den Bereich der Dramaturgie, wurden selbst zum Akteur im Feld der Kultur…

Am Ende seien Erkenntnisse der Schüler zur gemeinsamen Arbeit zitiert:

  • „Die Puppen verlieren an Starrheit, wenn der Mensch, der mit ihnen spielt und sie führt, ihnen durch die eigene Person Lebendigkeit verleiht.“
  • „Kunst erfordert in der Gruppe Disziplin und Kompromiss. Das habe ich gelernt.“
  • „Die gemeinsame Arbeit bedeutete für mich, Grenzen zu überwinden.“

Es gilt auch viele Jahre nach Novalis noch in einer Welt, die manchmal entzaubert ist, aber immer noch verzaubern kann: „Nach innen geht der geheimnisvolle Weg.“

Katharina Gänßbauer und Petra von Stromberg

 

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