Veranstaltungen am MTG

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    Fsb - … durften die Zuschauer der Zirkusveranstaltung am 3.7. in der MTG-Turnhalle, ach was: in der MTG Manege! erleben. Über Weiter
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  • Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau

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    Hei - Am 25.3.2019 fand eine Exkursion der 9. Jahrgangsstufen des MTGs in die KZ-Gedenkstätte Dachau statt. Nach der Ankunft wurden Weiter
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    San - Am 23.03.2019 fand bereits das dritte Mal unser MTG-Ball statt. Dieses Jahr war ein ganz besonderes Motto gewählt worden, Weiter
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Lu -Der Schweiß floss in Strömen, aber nur wegen der tropischen Außentemperaturen: die Schülerinnen und Schüler im Großen Chor, den Instrumentalensembles und im Orchester sowie der Bigband konzertierten mit vollem Engagement und großem Erfolg bei den diesjährigen Sommerkonzerten!

Am 26. und 27. Juni standen die Abende unter dem Motto „Musik verbindet“. In der Altstädter Kirche sangen und spielten mehr als 130 junge Musikerinnen und Musiker unter der Leitung und Mitwirkung ihrer Lehrkräfte Gerhard Bittruf, Sandra Engel, Irene Gemperlein, Felix Gerhart, Anne Hüttinger und Harald Luft.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Uraufführung eines neukomponierten Stückes „Lament of the Nay“. In Zusammenarbeit mit dem Leiter der Band, Felix Gerhart, hat Amro Kousa (8c) mit der Nay, der orientalischen Flöte, als Solist zusammen mit der Bigband ein abwechslungsreiches orientalisch inspiriertes Klanggemälde gestaltet. Weitere Solisten in dem Stück waren Amin Rahemi-Pour (Piano) und Katharina Wansch (Klarinette).

Riesenbeifall für alle Beteiligte und großes Lob für die hervorragende Leistung aller Beteiligten!

 

Gedanken zum Stück „Lament of the Nay“ von Felix Gerhart

Hör auf der Flöte Rohr – wie es erzählt, und wie es klagt

Vom Trennungsschmerz gequält:

"Seit man mich aus der Heimat Röhricht schnitt,

Weint alle Welt bei meinen Tönen mit.“

 

Mit diesen Worten beginnt der Poet Rumi sein „Lied von der Rohrflöte“. Die Nay-Flöte, ein Instrument, welches mittelöstliche Ästhetik und sufistische Mystik ausstrahlt wie kaum ein anderes, steht im Zentrum dieser neuen Komposition. Das Stück „Lament of the Nay“ knüpft an Rumis Gedicht an und bringt die Rohrflöte, die in arabischer und türkischer Musiktradition beheimatet ist, mit europäischen Satztechniken und dem Jazzorchester als Klangkörper zusammen.

Es entsteht eine berauschende und inspirierende Fusion verschiedenster Kulturen, die ungeahnte künstlerische Möglichkeiten offenbart und dem aufgeschlossenen Hörer ein anregendes Erlebnis bieten wird. Die traditionelle arabische und türkische Musik bewegt sich im sogenannten Makam-System, eine Niederschrift von Melodien ohne Notenzeilen mithilfe von Symbolen und festgelegten Modi. Ganz wie der alte gregorianische Choral also, wäre da nicht die Mikrotonalität: Der kleinste Schritt ist hier ein Achtelton, nicht der vergleichbar riesige Halbton wie in Europa. Schon hier zeigt sich die uralte Verbindung der beiden musikalischen Konzepte.

Zusammen mit den Schülern Amro Kousa, selbst Mitglied im Rumis Sufi-Orden, und Amin Rahemi-Pour, entwickelte Felix Gerhart ein neues Stück mit dem Ziel, diese Verbindung weiterzuführen. Die drei beschäftigten sich mit einigen arabischen Tonleitern (Makam), deuteten diese nach europäischer Harmonielehre, brachten arabische Rhythmen, Melodien, europäischen Kontrapunkt und Jazz-Satztechniken in Einklang und konstruierten schließlich ein geometrisches System, das alle Elemente verbindet und als Kompositions-Algorithmus fungiert.

Was in der Theorie vielleicht kompliziert scheint, ist in der Praxis feurige, inspirierende Musik, die in ihrer Multikulturalität weder abstrakt noch platt wirken muss: Zu Beginn die Geräusche des Windes im Bambushain, erste meditative Töne der Nai, ein langsames Erwachen der vielen lebendigen Stimmen des Orchesters. Nach einem noch schlaftrunkenen, schlendernden Betrachgungsgang durch in der Morgendämmerung kaleidoskopisch schimmernde Klangfarben setzt gemächlich der beständig schreitende Rhythmus der Trommeln ein. Das Stück nimmt Fahrt auf, füllt sich mehr mit Leidenschaft und verdoppelt sein Tempo. Das markante Hauptthema erklingt, die Solisten breiten sich aus und steuern die Sound-Karawane auf ein mächtiges Finale zu.

Das Publikum ist eingeladen, die Energie dieses Projektes mit nach Hause zu nehmen und für sich schimmern zu lassen wie die Morgensonne durch den Bambushain.

(Felix Gerhart)

Mu 2019 Sommerkonzert4

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