Anmeldung

Termin: Dienstag, 07. Mai 2019, von 8 – 18 Uhr im 1. OG des Schulgebäudes. Bitte beachten Sie, dass das Parken auf dem Schulhof leider nicht gestattet ist.

Bitte bringen Sie mit:

  • ­ das Übertrittszeugnis im Original
  • ­ bei Übertritt von einer Mittelschule bzw. Realschule das Halbjahreszeugnis
  • ­ Geburts-/Abstammungsurkunde oder Familienstammbuch im Original (nur zur Einsicht)
  • ­ bei geschiedenen Eltern den Sorgerechtsbeschluss. Sollten Sie das gemeinsame Sorgerecht haben, müssen beide Elternteile auf der Anmeldung unterschreiben. Alternativ ist die Vorlage einer Einverständniserklärung des nicht anmeldenden Elternteils möglich.
  • ­ und - falls möglich - Ihr Kind :) !

Für Schülerinnen und Schüler, denen im Übertrittszeugnis die Eignung für den Besuch eines Gymnasiums nicht bestätigt wird bzw. die eine Privatschule besuchen, findet der Probeunterricht vom 14. Mai – 16. Mai 2019 am Gymnasium Fridericianum statt. Ein Merkblatt zum Probeunterricht wird bei der Anmeldung ausgeteilt.

Das Sekretariat steht für Auskünfte im Voraus unter der Tel. 09131/ 970029-0 gerne zur Verfügung.

Alle Anmeldeformulare stehen für Sie im Formular-Center zum Download bereit. Diese können ausgefüllt zur Anmeldung mitgebracht werden.

Zwei Schüler unterhalten sich über die Vorzüge ihrer Schule und stellen diese vor.

Antonia: Hallo, hallo. Also, ich bin die Tina. Ich bin erst seit Kurzem in der Klasse 5d am MTG. Wir gelten als laute Klasse hier. Eigentlich gehören wir zu den Kleinen, aber ich find´s gut, dass wir zu den Lauten gehören.

Also, die Frau Meier findet das nicht so gut, glaub ich. Oft schimpft sie mit uns. Sie war ganz rot im Gesicht. Sie hat gesagt, wir sollen mal nachdenken über die Situation. Sie will´s auch tun. In der nächsten Stunde hat sie dann gesagt, dass wir vielleicht in der Klassenstunde mal Klassenregeln aufstellen sollten. Bislang war die Klassenstunde eigentlich immer total schön. Ich hab mich da oft drauf gefreut. Am Anfang haben wir die Schulordnung gemeinsam gelesen und besprochen. Jeder durfte dann seine Hand in Malfarbe tauchen und auf einem Poster mit Abdruck unterschreiben, dass er die Spielregeln des MTG einhält. Klar, eigentlich. Ich find´s immer voll doof, wenn mein Bruder beim Spielen schummelt und gegen die Regeln spielt. Ein bisschen stolz war ich nach der Unterzeichnung. Das war irgendwie feierlich. Wir haben die Schulordnung dann in unserem Klassenzimmer aufgehängt.

Belinda: In den Klassenstunden haben wir auch so Kennenlernspiele gemacht. Da musste man sich zu der Eissorte stellen, die man am liebsten mag. Ich hab Erdbeer genommen, klar, wie alle Coolen. Die Doofen standen bei Schoko rum und Vanille waren, glaub ich, die Schleimer, weil da Frau Meier auch stand. Man muss schon besonders sein, um sich für Erdbeer zu entscheiden. In der Erdbeereisstunde waren wir noch klein. Das ist bestimmt schon 2 Monate her. Ewig. Jetzt kennen wir uns aus hier. Meine große Schwester hat gesagt, dass man auch so Sachen wie Weihnachtsbasar oder Sommerfest in der Klassenstunde bespricht. Da kann man sich überlegen, womit man am meisten Geld einnimmt. Behalten darf man das aber dann nicht – leider. Über den Wandertag haben wir schon mal gesprochen. Laufen wollte eigentlich nur Frau Meier an dem Tag. Wir, die Erdbeereisler, waren fürs Schwimmbad. Fand sie nicht so gut. Wegen Gefahren und so. Also entweder hat sie Angst, im Badeanzug aufzulaufen oder sie sollte selbst mal so Vertrauensübungen machen. Augen zu, Frau Meier, und faalllen lassen. Naja, ok. Nicht jeder würd sie auffangen … Kein Schwimmbad also.

Antonia: Gut fand ich das mit den Tellern. Neulich hat eine vom anderen Gymnasium gefragt, was denn jetzt genau so toll sei am MTG. Auf die Schnelle ist mir im Bus nichts Rechtes eingefallen, aber bitte. Ich mein, nur weil die da bisschen Klavier spielen, sind die nicht besser als wir, oder? Auch fast keine Jungens dort, was man so hört. Dann hab ich gesagt: Bei uns gibt’s eine Extraklassenstunde. Das klang megauncool, als es raus war. Sie dann auch so (spöttisch): „Da besprecht ihr dann wohl eure Problemchen? Wer in wen verknallt ist und so?“ Ich dann so: „Nee, Quatsch!“ Dann fiel mir die Sache mit dem Teller ein, Gott sei Dank. Hinterlistig hab ich gefragt: „Weißt du, was die anderen gut finden an dir?“ Sie glotzt so: „Häh?“ Sag ich: „Naja, siehste. Bei mir hängt daheim ein Teller und da hat jeder aus meiner Klasse was draufgeschrieben. Dass meine Sneaker richtig klasse sind und dass ich andern auch mal helfe, Mathe und so.“ Sie musste dann aussteigen. Angeblich. Ich wär auch ausgestiegen an ihrer Stelle. Ich hab dann noch ein bisschen nachgedacht. Ich find die Klassenstunde eigentlich echt gut. Ich mein, die Lehrer müssen auch was draufhaben. Nicht nur Mathe im Kopf, oder? Ok, Frau Meier geht nicht schwimmen, aber neulich hat sie uns gezeigt, was man machen kann, wenn man fast platzt vor Wut. Jeder von uns hatte da so Situationen. Wir haben dann besprochen, wie sich die Wut anfühlt, wo sie sitzt. Bei mir ist sie im Bauch drin. Mir wird dann ganz schlecht, wenn sie sich da breitmacht. Leon hat gesagt, er verpasst dann meistens jemandem eine. Aber hier sind wir die Kleinen. Er muss warten, bis er heimkommt und sein kleiner Bruder die Tür aufmacht. Lina hat gesagt, sie ist innen drin ganz wütend, aber außen sieht man das gar nicht. Sie würde dann am liebsten irgendwo ganz weit weg von allen sein, in so ein Mauseloch schlüpfen oder so. Frau Meier hat dann gefragt, wie sich wohl der andere fühlt, wenn man streitet. Eigentlich wollten wir darüber nicht nachdenken, aber dann haben wir es doch getan. Eigentlich fühlen sich bei einem Streit beide blöd. Die Lehrerin hat gesagt, wenn wir versuchen, dem anderen zu erklären, wie es uns geht, also mit „ich“ im Satz anfangen und aber auch zuhören und Lösungen sammeln, erst mal alle, auch verrückte, und uns dann nur auf eine gute Lösung, die beiden gefällt, einigen, dann wär das irgendwie besser für alle. Stimmt schon. Alina steht jetzt wieder in meinem Telefonbuch. Davor hatte ich sie durchgestrichen, ganz fett, weil ich sie nie mehr anrufen wollte nach unserem Streit.

LQ 2012 04 Ich BotschBelinda: Einmal haben wir auch über Willi geredet, weil der geweint hat. In der Pause waren andere gemein zu ihm gewesen und von uns hatte keiner geholfen. Wir haben das dann nochmal nachgespielt. Das nennt man Rollenspiel, hat Frau Meier gesagt. Da reagiert man so, wie man sich fühlt, aber man ist trotzdem jemand anders, nicht man selbst. Die anderen besprechen das dann auch mit dem Namen von jemand anders. Gespürt hab ich das trotzdem, dass mein Verhalten saublöd war, auch wenn mein Name nicht fiel. Mirjam hat auch so toll geheult im Rollenspiel, dass ich mich ganz schlecht gefühlt habe. Stimmt schon, wenn man zuschaut, macht man auch was. Man kann gar nicht gar nichts tun. Das hat Eddi am Schluss gesagt. Danach waren alle ruhig und Willi hat sich die Nase geputzt. Seither helfen wir ihm und sagen Frau Meier, wenn was falsch ist. Meine Schwester meint, das sei Petzen, aber Mama hat gesagt, dass das Quatsch ist. Das sei kein Petzen, sondern Aufpassen auf andere und das würde sie erwarten von jedem ihrer Kinder, weil sie auch will, dass man auf uns aufpasst, wenn wir weg von ihr sind, in der Schule. Sonst passt sie auf uns auf, hat sie gesagt und uns in den Arm genommen. Notfalls haut sie einem eins über die Rübe. Ich hab mir verkniffen zu sagen, dass sie mal ihre Wut anders rauslassen soll und Sätze mit „ich“ anfangen und zuhören soll… Hätt sie eh nicht verstanden. Sie geht ja nicht aufs MTG. Ist ans andere Gymnasium gegangen und mag Vanilleeis, klar. Ok, die Stunde mit den Klassenregeln war noch nicht. Kann ja nicht alles spannend am MTG sein, auch nicht in der Klassenstunde…     

Katharina Gänßbauer