Am Montag den 13.07.2015 hatte der Geographiekurs der 11. Klasse von Frau Möschl den ehemaligen Schüler Matthias von Stackelberg zu Gast. Matthias hat 2011 das Abitur am MTG gemacht. Mittlerweile studiert er Physische Geographie an der FAU in Erlangen. Aufgrund seiner Studienexkursion nach Kirgistan und Tadschikistan hatte Frau Möschl ihn eingeladen mit der Bitte uns von dieser interessanten Reise zu berichten.

Im Rahmen des Geographiestudiums ist es Pflicht an mehreren Exkursionen teilzunehmen. Im Normalfall ist zu diesem Zeitpunkt des Studiums eine dreiwöchige Exkursion vorgesehen. Prof. Richter jedoch, der Verantwortliche für diese Studienfahrt, verlängerte den Zeitraum auf fünfeinhalb Wochen, um alle Schönheiten und Besonderheiten dieser beiden in Europa kaum bekannten Länder zu zeigen.

Beide Länder, welche vor 1991 zur Sowjetunion gehörten, befinden sich in Zentralasien. Im Voraus wurde eine Route festgelegt, welche 39 Tage dauerte und 5612 km lang war.

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(Quelle: eda.admin.ch)

Los ging die Reise in Kirgistan. Kirgistan hat 5.551.000 Einwohner bei einer Fläche von 199.900 km2, wobei auf einen Quadratkilometer im Durchschnitt 27,6 Einwohner kommen (im Vergleich dazu Deutschland: 81 Mio. EW, Fläche: 357.340 km2 Bevölkerungsdichte: 227EW/km2). Durch die unterschiedlichen Höhenlagen des Landes ist Kirgistan auch durch eine sehr unterschiedliche Vegetation geprägt. Kulturell betrachtet herrscht in diesem Land „Multikulti“, was leider sehr oft zu Konflikten führt. Den Großteil der Bevölkerung machen jedoch neben vielen anderen Bevölkerungsgruppen, wie den Usbeken, Russen und Dunganen, die Kirgisen aus.

Sehr schnell hatten sich die Studenten ein Bild von den Verhältnissen in diesem Land gemacht. Es besteht aus vielen riesigen, alten und maroden Gebäuden aus der Zeit der Sowjetunion. An westlichen Standards ist hier überhaupt nicht zu denken!

Die Reise ging anschließend über die Hauptstadt Bishkek weiter nach Ananyevo und daraufhin nach Karkara. Dort fand eines der Highlights der Reise statt: Der Flug mit dem Helikopter auf den dortigen Berg „Khan Tengri“ der sich im Tian-Shan-Gebirge befindet. Nebenbei bemerkt hätte der Helikopter mit hoher Wahrscheinlichkeit bei uns keine Flugerlaubnis erhalten, was das ganze natürlich noch ein wenig aufregender gestaltete.

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Danach folgten noch weitere vier Stationen in Kirgistan, bis es dann weiter nach Tadschikistan ging. Tadschikistan hat 7.910.000 Einwohner bei einer Fläche von 143.100 km2, wobei auf einen Quadratkilometer im Durchschnitt 55 Einwohner kommen. Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Land europäischer geprägt ist als Kirgistan. Hier folgten dann weitere acht Stationen, bis es dann wieder nach Hause ging.

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Auf der ganzen Exkursion wurde meist unter freiem Himmel geschlafen und in einfachsten Verhältnissen gelebt.

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Matthias berichtete uns außerdem von vielen Wanderungen, wovon jedoch die meisten laut Professor Richter keine Wanderungen, sondern „Spaziergänge“ waren. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Studenten auf dieser Reise eine Menge erlebt und viele neue Eindrücke gewonnen haben. Dank Matthias haben wir einen Einblick in diese Länder und den Ablauf einer solchen Geographieexkursion bekommen. Vielen Dank hierfür!

Bildquellen: Matthias von Stackelberg

(Fino Renner, Q11)