Am 24.09.2017 fanden - wie alle vier Jahre - die Bundestagswahlen statt. Sie stellen die Grundlage unserer Demokratie dar, denn durch freie Wahlen kann jeder einzelne Einfluss auf die Politik des Landes nehmen. Aber leider ist das Wahlrecht keine Selbstverständlichkeit.

Um die Relevanz dieses Privilegs auch schon Jugendlichen zu vermitteln, gibt es seit 1999 die Juniorwahlen, die sich seitdem zum größten Schulprojekt für politische Bildung in Deutschland entwickelt haben.

Auch am MTG konnten die Schüler der 10ten Klassen vorzeitig Demokratie erleben. Es stimmten 85 Schüler/-innen ab, somit lag die Wahlbeteiligung bei 95,51%.

Auch auf wissenschaftlicher Basis wurde durch einige Studien bewiesen, dass die Juniorwahl ihren Zweck der aktiven Einbindung der Jugend erfüllt. Beispielsweise ist der Anteil der Nichtwähler bei den Erstwählern gesunken.

Im Laufe dieses Beitrags wollen wir nun näher auf die Wahlergebnisse eingehen:

M.Dietz, T. Demleitner, L. Achenbach, A. Uder


Kurzbeschreibung der Diagramme zur Juniorwahl am MTG 2017

Abb2

Zur Erststimme:

Es standen 9 Kandidaten zur Wahl. Das Direktmandat gewinnt Herr Müller von der CSU mit 35,3% (30 Stimmen). Dicht gefolgt von Herrn Wening von den Grünen mit 34,1%( 29 Stimmen). Mit etwas Abstand folgt die Kandidatin der SPD, Frau Stamm-Fibich, mit 18,8% (16 Stimmen).

Danach folgt Frau Dassler für die FDP mit 4,7% (4 Stimmen). Die Piraten folgen mit 3,5% (3 Stimmen). Der Wahlkreisabgeordnete der LINKEn Herr Salzbrunn schneidet mit 2,4% ab (2 Stimmen). Die AfD, vertreten von Herrn Podolay, bekommt 1,2% mit einer Stimme. Das Schlusslicht bilden Herr Enz von den Freien Wählern und Herr Reinhart von der ÖDP mit 0,0%.

Abb3

Zur Zweitstimme:

Anders als bei der Erststimme wählen unsere 10.Klässler bei der Zweitstimme mit 37,6% die Grünen als stärkste Kraft (32 Stimmen). Die zweitstärkste Kraft bildet die CSU mit 20 Stimmen (23,5%). Darauf folgt die SPD mit 9 Stimmen (10,6%). „Die Partei“ erreicht 8,2% (7 Stimmen). Gleichauf folgen die FDP und „Die LINKE“ mit jeweils 5,9% (5 Stimmen). Anschließend kann die Tierschutzpartei mit 3 Stimmen (3,5%) genannt werden. Dann kommt die V-Partei3 mit 2,4% (2 Stimmen). Das Schlusslicht bilden die Piraten und die ÖDP mit jeweils einer Stimme (1,2%). Gar nicht gewählt wurde die AfD!

M. Schellenberger


Kommentar zu den Juniorwahlen

Im Folgenden bewerten und kommentieren wir das Ergebnis der Juniorwahlen:

Man sieht, dass Die Grünen die deutlichen Gewinner der Wahl sind. Zwar konnten sie die Erststimme nicht für sich entscheiden, trotzdem erhielten sie bei der Zweitstimme fast 40% der Stimmen. Aus diesem Grund scheint der MTG-Jugend der Umweltschutz sehr wichtig zu sein.

Die zweitstärkste Partei bei der Zweitstimme ist die CSU mit knapp 24%. Es scheint, dass die CSU die jungen Wähler nicht wie gewünscht erreicht. Dies kann auch an ihrer Flüchtlingspolitik liegen, das heißt an der Obergrenze, denn wie man sieht, wurden Parteien mit einer flüchtlingskritischen Haltung wenig bis gar nicht gewählt. Es könnte daran liegen, dass die Jugend den Geflüchteten und der damit zusammenhängenden Thematik sehr viel offener gegenübersteht.

Sowohl das Wahlprogramm als auch die Repräsentanten der SPD und der LINKEN scheinen die Jugend nicht anzusprechen, da sie sich vermehrt mit Themen beschäftigen, die die Jugend erst in weiter Zukunft interessieren, wie zum Beispiel Rentenbeiträge und Kindergeld.

Besonders hervorzuheben ist, dass die AfD keine Stimme erhalten hat, da die Jugend keinen Rechtsextremismus unterstützt.

Auch erwähnenswert ist, dass Die Partei 8% erreicht hat. Dies kann man wahrscheinlich mit dem Trotzverhalten mancher Jugendlicher begründen. Das heißt, einige Wähler hatten entweder keine eigene Meinung oder machten sich einen Scherz daraus irgendeine beliebige Partei zu wählen. Deshalb wurden auch insgesamt die sonstigen Parteien mit fast 17% gewählt (inklusive Die Partei).

Abschließend lässt sich aus unserer Sicht sagen, dass die Parteien ihr Wahlprogramm strärker nach den Interessen der Jugendlichen ausrichten sollten, da diese ihre zukünftigen Wähler sind.

F. Eberlein, K. Gericke, J. Tannhäuser, C. Stock


Vergleich der Juniorwahlen mit den Bundestagswahlen

Im Weiteren wollen wir die Juniorwahlergebnisse des MTGs den Ergebnissen der Bundestagswahl gegenüberstellen.

In unserem Vergleich lassen wir die CDU und CSU außen vor, da die CSU nur in Bayern wählbar ist, und ein Vergleich auf Bundesebene das Ergebnis verfälschen würde.

Bei der SPD sieht man deutliche Unterschiede zu den offiziellen Wahlen: Diese konnten bei uns nur etwa die Hälfte ihres richtigen Ergebnisses erzielen (10,6%). Die meisten Zweitstimmen erhielten bei unseren Schülern die Grünen mit 37,6 %. Verglichen mit den Bundestagswahlen haben sie also ca. das Vierfache ihres Prozentsatzes bekommen . Die AfD hat am MTG im Gegensatz zu den echten Wahlen keine einzige Stimme erhalten. Auch die Linke konnte an unserer Schule weniger Wähler überzeugen als in Wirklichkeit: Sie verloren 3,3%. Ein weiterer Verlierer unserer Juniorwahlen ist die FDP, die den Einzug in den Bundestag nur knapp geschafft hätte (5,9%).

Würde der Bundestag nach unseren Ergebnissen besetzt, gäbe es noch mehr Platzprobleme: Als 8. Partei würde „Die Partei“ in den Bundestag einziehen, die die 5%-Hürde deutlich nahm (8,2%).

Besonders stolz sind wir Schüler über die Stimmen, die die Grünen mit ihrem deutlichen Wahlgewinn und die, die die AfD im Vergleich zu den echten Wahlen einbüßen mussten. Überrascht hat uns das schwache Ergebnis der SPD und der Einzug der Partei „Die Partei“ in den Bundestag.

M.Dietz, T. Demleitner


Im Folgenden werden wir die Zweitstimmenergebnisse der Juniorwahl 2017 in Bayern mit denen am MTG vergleichen.

Einen sehr großen Unterschied gibt es zwischen Bayern und dem MTG, wenn es um die Siegerpartei geht. Bündnis 90/Die Grünen erreichen an unserer Schule 37,6%, während sie bayernweit nur 16,8% zu verzeichnen haben. Die zweitstärkste Partei am MTG, die CSU, liegt bei uns mit 23,5% deutlich unter dem landesweiten Ergebnis von 33,4%. Betrachten wir die SPD, so kommt diese an unserer Schule auf 10,6%, in Bayern erreicht sie 15,3%.

Die Linke erzielt am MTG wie in Bayern annähernd dieselben Werte, nämlich 5,9% bzw. 5,7%. Die FDP erhält 5,9% der Stimmen bei unseren MTG-Schülern; in Bayern vermag sie 8% auf sich zu vereinigen.

Während Die Partei in Bayern die 5%-Hürde nicht meistert, versammelt diese am MTG immerhin 7,8%.

Die AFD geht am MTG leer aus und erhält keine einzige Stimme (= 0%).

 

M. Teckenberg, L. Machiol


Im Folgenden vergleichen wir die Probewahl der 10. Klasse (Juli 2017) mit der Juniorwahl der neuen 10. Klassen (September 2017)

Die Anzahl der Wahlberechtigten war zwar gleich, jedoch gab es große Unterschiede bei der Wahlbeteiligung. Diese lag bei der Probewahl bei ´´nur´´ 66,3% und bei der Juniorwahl bei 95,51%.

Bei der Probewahl konnten nur die 8 bekanntesten Parteien (Zweitstimme) gewählt werden. Wenn man die beiden Wahlen direkt vergleicht, stellt man fest, dass die CSU bei der Juniorwahl 5 Prozentpunkte dazugewonnen hat. Die SPD hingegen verlor 18 Prozente. Die Linke und die FDP haben jeweils einige Stimmen eingebüßt. Kleinere Parteien, die bei der Probewahl nicht einmal zur Auswahl standen, erreichten bei der Juniorwahl zusammen insgesamt 16,5%.

Der große Gewinner beider Wahlen waren die Grünen mit 37,3% bzw. 37,6% (Juniorwahlen).

Johanna T. und Katharina G.

Ju Wahl 1

Ju Wahl 2

Ju Wahl 3