Bar - 32 SuS aus der Q 11 des MTG durften aufgrund ihrer Projektarbeit (Portfolios zu den 28 EU-Staaten) auf Einladung des Kultusministeriums drei politisch und kulturell höchst informative Tage in der „Hauptstadt Europas“ verbringen. Nachdem am Anreisetag und Check-In im Maxhotel ein erster gemeinsamer Gang ins Herz Brüssels, dem schönsten Platz Europas namens Grand Place, anstand, machte sich die Gruppe am Montagmorgen auf zur ersten Station: der EU-Kommission.

In der Zentrale der europäischen Macht bekamen die SuS eine kurzweilige Präsentation geboten, angefangen von der Geschichte der europ. Idee und einer histor. Beleuchtung der „Welt von gestern“ (Stefan Zweig) über die Rolle von Jean Monnet, Robert Schuman und Konrad Adenauer („Visionäre ihrer Zeit“) bis hin zu Zusammensetzung und Aufgaben der Kommission im Kontext rechtlicher Fragen.

Unser Referent aus Österreich ließ bei aller Wertschätzung der „Friedensunion“ auch kritische Aspekte verlauten als er z.B. das fortwährende Pendeln des gesamten Apparates zw. Brüssel und Strassbourg als „gewaltige Geld-, Zeit- und Ressourcenvernichtung“ beschrieb. Spannend wurde es, als der Experte für Luftfahrttechnik aufgrund von Schülerfragen Stellung bezog zum Thema Klimaschutz und Umweltproblematik.

Nach einem kurzen Fußmarsch zur Vertretung des Freistaates Bayern in Brüssel, wo die hungrigen SuS mit kleinen Häppchen verköstigt wurden, folgte ein Vortrag im Bräustüberl des Schlösschens über die repräsentative, aber auch funktionale Bedeutung dieser Einrichtung.

Unmittelbar im Anschluss daran, nachdem einzelne SuS noch Probesitzen durften im Amtszimmer des bayerischen Ministerpräsidenten, gönnten wir uns eine fast dreistündige Stadtrundfahrt zu den Sehenswürdigkeiten der Millionenstadt.

Unser vor Detailwissen übersprudelnder Stadtführer Jaques deckte uns umfassend ein mit Informationen angefangen beim Atomium über das Königsschloss bis hin zum Mannequin Pis.

Am letzten Tag vollendeten wir den Europatrip mit einem Besuch im EU-Parlament. Axel Heyer vom Informationsdienst verstand es glänzend die aktuellen Ergebnisse der Europawahlen bzgl. Sitzverteilung, Fraktionen, Parlamentspräsidium usw. anschaulich zu reflektieren. An mehreren Fallbeispielen verdeutlichte er die Bandbreite der 751 Abgeordneten zwischen konflikt-, und lösungsorientierten Parlamentariern. Durch sprachliche Rollenspiele – wie so viele der im Besucherdienst Tätigen spricht er acht Sprachen fließend – ließ er so manchen Debattenbeitrag aus dem Plenum lebendig werden.

Sein Resümee war unmissverständlich:

Das Parlament sei kein Ort von Machtmonopolen, sondern der Ort des europäischen Zauberwortes schlechthin: „Kompromiss“!
Europa sei in uns allen längst existent, es kränkelt allerdings noch immer unter seiner eingeschränkten Wahrnehmbarkeit. Deshalb lautete sein eindringlicher Schlussappell:
„Lasst uns neue Brücken bauen anstatt alte einzureißen!“

                                                                                                                    Dr. Barth

Lehrkräfte Sozialkunde am MTG

Barth Dr., Erwin
Barth Dr., Erwin
Deutsch / Geschichte / Sozialkunde
Kürzel:Bar
Fürst, Manuel
Fürst, Manuel
Englisch / Geschichte / Sozialkunde
Kürzel:
Schmidt-Tychsen, Ingo
Schmidt-Tychsen, Ingo
Englisch / Sozialkunde
Kürzel:ST
Teufel, Florian
Teufel, Florian
Deutsch / Geschichte / Sozialkunde
Kürzel:Tfl
Fachbetreuung G./Sk., Personalrat